Schützenverein Wartau


Direkt zum Seiteninhalt

Vereinsgeschichte

Informationen


Ein flüchtiger Blick in eine lange Geschichte

Unter den vielen aktiven Vereinen der Gemeinde Wartau bestanden in den verschiedenen Dorfschaften bis 1992 nicht weniger als fünf Schützenvereine: die auf die Jahre 1856/1868 zurückreichende Feldschützengesellschaft Azmoos, der 1888 gegründete Militärschützenverein Fontnas, der Schützenverein Trübbach (1905), die Schützengesellschaft Weite (1884) und der Schützenverein Oberschan, der als einziger über eine vereinseigene Anlage verfügt. Fanden in den Anfängen des Schiesswesens die Übungen weitgehend im freien Gelände statt, setzte die Grenzbesetzung während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 im schweizerischen Schiesswesen neue Akzente und leitete mit der Einführung der obligatorischen Schiesspflicht den eigentlichen Aufschwung der Schützen und ihrer Vereine ein. Die neue Militärorganisation verlangte unter anderem, dass "die Gemeinden die nötigen Schiessplätze in schicklicher Weise unentgeltlich anzuweisen" hätten. Gemeinsam mit dem Turnverein konnte gemäss dieser Verordnung 1887 durch die Azmooser Schützen die Anlage im Feldriet, unmittelbar an der Strasse zum Sidenbom, gebaut werden, die bis 1950 auch den Turnern als Übungslokal diente. Nachdem um 1910 der Scheibenstand vor dem Gasienzbord am Mülbach als "Zeigerwehr" errichtet worden war, stand die Schiessanlage gegen eine bescheidene Gebühr nun auch den andern drei Vereinen zur Verfügung. Übungen fanden hier im vergangenen Jahrhundert nur samstags statt; bei besonderen Anlässen wie Verbands-, Feld- oder Grümpelschiessen durfte ausnahmsweise auch sonntags geschossen werden. Für den gemeinsamen Schiessbetrieb war turnusgemäss jeweils ein Verein zuständig; seine Mitglieder hatten den Stand einzurichten, die Munition zu verkaufen, die Zeiger zu entlöhnen und für den Betrieb der bescheidenen Schützenbeiz zu sorgen.

Sicherheitsvorschriften, zunehmender Durchgangsverkehr und nicht zuletzt der Schiesslärm in Dorfnähe waren Faktoren, die eine nötig gewordene Sanierung der alten "Schützerhütte" immer wieder hinauszögerten. 1991 jedoch machten sie einer sich aufdrängenden Alternative Platz: Im Frühjahr 1992 durfte nämlich im neuen und modern eingerichteten Schiessstand "Hörnli" zwischen Autobahn und Rheindamm und abseits der Agglomerationen der Betrieb mit einem Standweihschiessen und rund 1000 Teilnehmern aufgenommen werden. Diese Anlage mit integriertem Vereinslokal unter der Führung des Wartauer Schützenbundes als Dachorganisation gestattete nun einen mannigfacheren und intensiveren Schiess- und Trainingsbetrieb auch während der Woche. Der administrative Aufwand aber blieb stets hoch, so dass sich - anfänglich gegen den Widerstand einer kleinen Minderheit - ein Zusammenschluss der vier autonomen Vereine abzuzeichnen begann. Im Jahr 2003 kam es zu einer Fusionsvereinbarung, die schliesslich von allen Vereinsvorständen unterzeichnet wurde. Nach der Ausarbeitung und der Genehmigung neuer Statuten wurden drei der vier Vereine formell aufgelöst und deren Mitglieder in die Feldschützengesellschaft Azmoos integriert, die nun ihrerseits unter der neuen Bezeichnung Schützenverein Wartau alle vier einstigen Vereine zusammenfasst. Neben den ursprünglich den Wehrwillen stärkenden militärischen Zwecken verfolgt der Schützenverein Wartau nach wie vor die sportliche Konkurrenz und die Pflege der Kameradschaft; besonderes Gewicht legt er erklärtermassen auf die seriöse Ausbildung junger Schützinnen und Schützen.


Copyright © 2012 Schützenverein Wartau / letzte Änderung am 12.05.2012

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü